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Was ist die NT-Messung?

Bei einer so genannten NT-Messung handelt es sich um eine sonographische Messung der Nacktentransparenz des Kindes. Diese stellt eine Flüssigkeitsansammlung unter der Nackenhaut des Feten dar.

Die Messung kann zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche von speziell ausgebildeten Untersuchern durchgeführt werden. Da es sich hierbei lediglich um eine Ultraschalluntersuchung handelt, ist sie für Mutter und Kind ohne Risiko.

Finden sich erhöhte Werte der Nacktentransparenz, kann dies eine Hinweis auf verschiedene Fehlbildungen sein. Laut aktueller Literatur weisen 75% der Feten mit einer ausgeprägten Nacktentransparenz eine Chromosomenstörung auf. (Hauptsächlich handelt es sich hier um Trisomie 21 = Down-Syndrom = Mongolismus und Trisomie 18, des weiteren können auch Herzfehlbildungen, Fehlbildungen der Lungen oder des Skelettsystems sowie Infektionen angezeigt werden.)

Um die Genauigkeit der Untersuchung zu erhöhen, erfolgt gleichzeitig mit der NT-Messsung eine Blutentnahme bei der Mutter zur Bestimmung zweier schwangerschaftsspezifischer Blutwerte (Beta-HCG und PAPP-A). Auffälligkeiten in diesen Werten können ebenfalls Hinweiszeichen auf eine chromosonale Störung sein. 

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Untersuchung jedoch lediglich um eine Risikoabschätzung handelt und nicht um eine krankheitsspezifische Diagnostik.

Bevor Sie sich für eine solche Diagnostik entscheiden, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass im Falle eine Risikoerhöhung nach der Untersuchung eine weitere Abklärung durch die invasive Diagnostik wie Chorionzottenbiopsie (Gewinnung von Zellen aus dem Mutterkuchen) oder Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) dringend angeraten wird.


Wie hoch ist der Vorhersagewert der nichtinvasiven Untersuchungen?
  • Die alleinige Abschätzung des Hintergrundrisikos aus Anamnese und mütterlichem Alter liegen bei 30%.

  • Die Bestimmung der Beta-HCG- und PAPP-A-Werte erhöhen den Vorhersagewert auf 60%.

  • Mit der NT-Messung als Zusatzkriterium zum Hintergrundrisiko erhöht man die Vorhersagekraft auf 80%.

  • Für die Kombination aus allen Parametern ist ein Vorhersagewert von 90% angegeben.

  • Bitte beachten: Fehlermessungen der Nacktransparenz kommen in 5-10% der Fälle vor.